Der Notstall:

Oberhalb von der Kirche und Haus Pietmond - in Richtung Lebenshilfe, steht auf der rechten Straßenseite der Notstall.

Notstall

Eine aus Holz errichtete Konstruktion, die zum Beschlagen (Anpassen von Hufeisen ) von Pferden, Kühen und Ochsen diente. Damit schütze man die Hufe und Klauen der Tiere die damals für die Feldarbeit eingesetzt wurden, noch bevor Traktoren und Industrialisierung Einzug in die Landwirtschaft hielten.

Ursprünglich war der Notstall im Bleibergwerk Mechernich eingesetzt, wo die Tiere für die Arbeit beschlagen wurden um die mit Bleierz beladenen Loren zu ziehen.

Um die vorletzte Jahrhundertwende (ca. 1900) holte der ortsansässige Schmied Friedrich Müller
den Notstall zur Ausübung und Erleichterung
seiner Arbeit nach Bürvenich.
 
Er betrieb dort auf der gegenüber liegenden Straßenseite die Schmiede. Dieses Handwerk wurde über Generationen von seinem Neffen Friedrich Cremer seinen Zeichens Huf- und Wagenschmiedemeister fortgeführt.



Cremer

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Friedrich Cremer (rechts außen) 

Die Schiefer-Überdachung

wurde in den 80iger Jahren des 20. Jahrhunderts nachträüglich von der
Bedachungsfirma Ockenfels angebracht und trägt maßgeblich zum
heutigen Erhaltungszustand bei. Eine Restaurierung fand statt, als der Notstall 1991 als Stiftung und zum Gedenken an Friedrich Cremer in den Besitz der Stadt Zülpich überging. Das damit verbundene Versprechen der Stadt Zülpich, eine Gedenktafel dort anzubringen, wurde dann 2012 eingehalten. (Bild folgt)


Meisterbreif
Meisterbrief von Friedrich Cremer
 



Bericht: Bert Krebs u. Alexandra Strick

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Notstall
Vor den Gebäuden der ehemaligen Schmiede
Hölzerner Beschlagstall des 19. Jh. aus dem ehemaligen Bleibergwerk Mechernich

Bericht von Dr. Herzog,(Buch: 9.5 Stadt Zülpich )