Gnadenstuhl in Eppenich

Gnadenstuhl



Der „Gnadenstuhl“ in Eppenich


Am Haus in der Heimbacher Str. 6 in Eppenich ist ein sogenannter „Gnadenstuhl“ im Giebel eingelassen. Dieser befindet sich zwischen den beiden Fenstern des Obergeschosses. Der „Gnadenstuhl“ ist ein in der christlichen Kunst des Mittelalters und des Barocks auftauchende Verherrlichung der Heiligen Dreifaltigkeit. Die Darstellung zeigt Gottvater auf dem himmlischen Thron, der das Kreuz mit Jesus Christus in den Händen hält. Der Heilige Geist wird in Form einer Taube in Höhe der Brust Gottvaters gezeigt. Das Bildnis soll dem christlichen Menschen die heilige Dreifaltigkeit sinnbildlich näher bringen. Gottvater zeigt seinen Sohn Christus als den Menschgewordenen, der für die Sünden der Menschheit am Kreuz gestorben ist. Die Taube als Heiliger Geist vermittelt zwischen dem Menschgewordenen und dem himmlischen Gottvater. Der Thron Gottes ist danach für den Menschen nur erreichbar, wenn man die Verbindung über Christus sucht.

Der Gnadenstuhl stammt aus dem Jahre 1753, welches aus der darunter befindlichen Inschrift und dem Erbauungsjahr des Hauses zu entnehmen ist. Leider ist die übrige dreizeilige Inschrift nicht mehr zu entziffern. Der rote Sandstein, der noch teilweise die bunten Originalfarben aufweist, hatte im Laufe der Jahre doch sehr gelitten. Im Jahre 1987 wurde durch den Eigentümer des Hauses der Bestand von einer fachkundigen Kölner Restauratorin in einer Spezialwerkstatt für die Zukunft gesichert. An gleicher Stelle wurde das Bildnis wieder im Giebel eingelassen. Es sollte durch die Restaurierung kein neues Kunstwerk entstehen. Es ist die Ursprünglichkeit erhalten geblieben.

Bericht: Herbert und Barbara Mäder 

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Im Giebel des Hauses Nr. 6 in der Heimbacherstr. befindet sich eine aus dem Jahre 1753 stammende Sandsteintafel, auf welcher der sogenannte „Gnadenstuhl“ dargestellt ist.
Witterungseinflüsse von über 250 Jahren haben die Umrisse der Figuren stark verwischt, auch die drei Zeilen Text sind nicht mehr zu entziffern. Ursprünglich war die Steintafel an der Hausfront tiefer angebracht, damit man sie besser betrachten konnte.

Die kunstgeschichtliche Bezeichnung „Gnadenstuhl“ ist ein etwa seit dem 12. Jahrhundert bekanntes Bild der christlichen Dreifaltigkeit. Der auf seinem Thron sitzende Gottvater hält das Kreuz mit dem gekreuzigten Christus zwischen den Knien, über den beiden schwebt der Heilige Geist in Gestalt einer Taube.

Bericht : Hans Peter Schiffer (Kirchen und Kapellen im Stadtgebiet Zülpich)